Der Mensch zählt nicht.

Das System Wirtschaft verselbständigt sich in Unna immer stärker.
Als Paradebeispiel mit teils grotesken Zügen erscheint der Versuch der EDEKA/LIDL-Ansiedlung in Unna-Massen. Diese unkoordinierte Gewerbeflächen- und Straßenentwicklung wird so übermäßig viel Platz verbrauchen, die Umwelt belasten und die Wohn- und Lebensqualität deutlich herabsetzen. So soll der LIDL aus einem etablierten Gewerbegebiet, in dessen Nähe fußläufig viele Menschen wohnen und einkaufen nach Massen abwandern.  
Ein Lebensmittelmarkt als Nachfolger wird nicht geduldet, so dass die dortigen Anwohner an Einkaufsmöglichkeiten und damit Wohnqualität verlieren. Andererseits wird die Ansiedlung in Unna-Massen durch den Investor u.a. damit begründet, dass dann mehr Anwohner fußläufig einkaufen können.

Alles klar?
Das alles nur, damit zwei der großen Fünf (EDEKA/LIDL) gegenüber der Konkurrenz nicht ins Hintertreffen geraten.  Damit erkennt auch der letzte Einwohner in Unna: Es zählt nur das Geld, Vernunft nicht.  
Die Menschen werden als wirtschaftliche Potentiale behandelt, Natur und Umwelt werden nur als Material und Ressource gesehen.

Und Obermassen?
Würde durch eine Neuansiedlung in Niedermassen nach dem Weggang der Sonnenapotheke weiter ins Hintertreffen geraten. Fußläufigkeit ade!